WM Museum

WM 1966 - World Cup Willie

 

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Die Erfolgsstory der WM Maskottchen beginnt mit World Cup Willie. Das erste lebensgroße Maskottchen einer WM.

 

Willie ist natürlich ein Löwe. Das Wappentier Englands. Die Lebensgroße Version der Figur begrü´ßte die Mannschaften bei Ihrer Ankunft in England persönlich am Flughafen.

 

Das zum Kauf angebotene Maskottchen wurde in verschiedenen Formen und von verschiedenen Anbietern vertrieben. Stofftiere, große Hohlkörperfiguren oder Spardosen, Wachskerzen, Quitschfiguren oder kleine Hartplastik Rolykins von MARX.  Ansteckpins für den Mantelkragen oder Metalspielzeug.

 

Seinen eigenen World Cup Song hatte Willie zudem auch noch.

 

Wer die Figur sammeln möchte, muss tief in die Tasche greifen. Egal ob klein oder groß. Willie Figuren fangen in der Regel erst bei 80,- € aufwärts an. Der Preis für eine Figur aus den 60ern ist natürlich stark davon abhängig, wie ihr Zustand ist.

 

Mit der WM 1966 ist Willie ´s Mission noch nicht vorbei. Die Figur Willie goes to Mexico wurde anlässlich der WM 1970 herausgebracht und ist in der nächsten Gallerie zu sehen.

 


1970 - Juanito

 

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In Südamerika sind die Menschen ganz verrückt nach Maskottchen. Juanito - wen wundert es - ist deshalb auf der ganzen Welt zuhause. Es gibt die typischen deutschen Figuren, wie z.B. die Spardose von der Bank für Gemeinwirtschaft und die Hängefiguren für das Auto.

 

Am interessantesten sind jedoch die Figuren, die man hierzulande seltener sieht. Puppen mit Strohhüten, kleine Hartplastikfiguren, wie sie hier rechts ganz oben zu sehen sind.

 

Die Materialien der Figuren reichen von Hartplastik über Weichgummi. Es gibt Hohlkörper, Spardosen, Quitschfiguren und eben kleine Sammelfiguren.

 

Das zweite Highlight der WM 1970 ist die Willie goes to Mexico Serie, die gleichwohl aus mehreren Figurentypen besteht, wobei der Schlüsselanhänger die bekannteste Figur in unseren Breitengraden ist.

 

Für Sammler interessant sind hier die Figuren im original Karton. Sehr selten und oft ist die Folie eingerissen. Dennoch bewegen sich die Preise für diese Figuren auch mit eingerissener Folie im dreistelligen Bereich.

 

Auch dieses Maskottchen hat seinen eigenen Song.


1974 Tip und Tap

 

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Wer in seiner Jugend auf der Straße gekickt hat, kennt das "Wählen" der Spieler vor jedem Match.  Zuvor musste entschieden werden, wer den ersten Spieler wählen darf.  Dafür stand man sich gegenüber und ging in Gänsefüsschen auf sich zu. Dies nannte man "Tip Top"......daraus entstanden die Namen für die beiden WM Maskottchen aus dem Jahre 1974.

 

Entworfen wurden die Figuren von Horst Schäfer Design. Die Lizenzen wurden an verschiedene Hersteller vergeben.  So ist es die Firma HEIMO, welche die kleinen Schlüsselanhänger mit der runden Öse auf dem Kopf fertigt. Die Firme Friedel macht die mittelgroßen Gummifiguren, die am weitesten verbreitet sind.

 

Darüber hinaus gibt es Abweichungen von Tip und Tap, die für Werbezwecke dienten. Die R+V Versicherungen klauten den Beiden die Strubbelfrisur und verpassten ihnen einen glatten Haarschnitt.

 

Von Tip und Tap gab es aber nicht nur Figuren. Teller, Tassen, Gläser, Taschen, T-Shirts, Unterhosen, Tabletts, Aufkleber, Poster, Kühltaschen und vieles mehr.

 

Neu war, dass ein Großsponsor hinter Tip und Tap die Finanzierung steuerte. Adidas! Nur zu sehen, an der Tatsache, dass die beiden Adidas Schuhe trugen. Im Gegenzug startete PUMA ebenfalls einen Werbefeldzug mit einem eigenen Maskottchen dass man Rudi nannte. Der trug PUMA-Schuhe.

                             Das Maskottchen Rudi von Puma

 

Leider gibt es keinerlei Werbespots zu Tip und Tap. Die Werbung für diese Maskottchen erfolgte in Deutschland vor allem über die Bild-Zeitung.


1978 - Gauchito

 

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Von Gauchichto gibt es zwei Versionen. Die Südamerikanische und die Europäische. Unsere Version trug einen gelben Hut. Die argentinische Figur einen blauen Hut.

 

Die obligatorische Spardose ist von stattlicher Größe (30cm). Wichtig ist, dass das Seil der Peitsche noch vorhanden ist. Es ist der wertvollste Teil dieser Figur.

 

Sensationell der Auftritt der N11 im Sportstudio im Februar 1978.

 

Die verschiedenen Figurenformen lassen darauf schließen, dass  sie von unterschiedlichen Fabrikanten hergestellt wurden. Interessant ist, dass auf keiner der Figuren, egal ob groß oder klein bzw. argentinisch oder europäisch, irgendeine Kennung zu finden ist. Die Qualität der in Deutschland vertriebenen Schlüsselanhänger lässt darauf schließen, dass Schleich mit im Spiel war. Nachweise gibt es dafür jedoch nicht.

 

Im Archiv der Firma HEIMO wurde ein flacher Gauchito Schlüsselanhänger (oben rechts hier auf der Seite) ausgemacht.  Mehr Informationen zu der Herkunft von Gauchito gibt es leider nicht.


1982 Naranjito

 

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Naranjito wurde in Deutschland durch die Saftmarke Cappy beworben. Der Schlüsselanhänger war neben der großen Spardose in zwei Trikotfarben die einzige Figur, die es in Deutschland gab. Weltweit jedoch sah das anders aus. Spielzeuge ohne Ende wurden im Orangendesign feilgeboten. Eine kleine Auswahl sehen Sie hier.

 

Naranjito ist in Spanien kein Unbekannter. Es gab seit Jahren eine TV-Serie rund um die Orange und sein Freund, eine Zitrone. Auch die Zitrone wurde mit dem Cappy Saft vertrieben, ist aber völlig untergegangen.

 


1986 Pique

 

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Pique war der zweite Versuch der Mexikaner ein Maskottchen zu etaiblieren. Auch diesmal hat das gut funktioniert. Pique hat es sogar ins deutsche KINDER Überraschungsei geschaft.

 

Von der Figur gibt es sehr viele Varianten. Allesamt in verhältnismässig kleiner Stückzahl zu finden. In Deutschland gab es einen Schlüsselanhänger, besagte Ü-Ei-figur, ein Stoff-Pique und eine Spardose aus Plastik.

Neben Pique feierte auch eine neue Version von Juanito sein Comeback. Die Figur ist bekannt unter dem Namen "Junge mit Sombrero". Juanito hat sich als Name für diesen Nachbau nicht wirklich durchgesetzt.

 

                            Große Gummispardose aus Übersee

Ein interessanter Aspekt bei Pique ist noch, dass es von dieser Figur viele Bastelfiguren gibt. Figuren zum selbst bemalen, wie es bei HEIMO in den 70ern üblich war. Figuren, für die der Sombrero aus der Verpackung herausgeschnitten werden musste. Oder einfache Steckfiguren, deren Bauteile lose waren.

 

Gerade diese Figuren haben Seltenheitswert. Oft fehlen Teile oder die Bemalung ist obskur.


1990 Ciao

 

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Die 90er und mit ihnen Ciao. Das erste futuristisch designte Maskottchen aus Italien.

 

So gut wie jede Figur hatte bewegliche Glieder. Egal ob Stofffigur, oder Gummi-Ciao.

 

Es gab verschiedene Schlüsselanhänger und Autofiguren mit Saugnäpfen. Ebensoviele Standfuß-Figuren und sogar eine Holzfigur (Stehaufmännchen).

 

Rockin´Ciao war eine Skelettfigur mit Batterieantrieb, die Tanzbewegungen aufführte.

 

 


1994 Striker

 

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Da die USA den Weißkopfseeadler bereits 1994 für Olympia verbraten hatten, musste zur WM 1994 etwas Neues her. Man entschied sich für einen Beagle mit dem Namen Striker. Die Figur war ganz im Stil typischer amerikanischer Babera Comics und hätte genausogut zu Fred Freuerstein gepasst wie zu Scooby Doo.

 

Diese WM fiel vor allem durch den erheblichen finanziellen Einsatz von Mc Donalds und Coca Cola auf. Gibt man heute "Striker 94" auf einer Auktionsplattform ein, wird man mit Coca Cola Metalpins überschüttet. Die Tradition Metalpins an Baseballcaps zu stecken hat in den USA ihren Ursprung.

 

Striker Figuren sind heute sehr selten. Das Plüschtier gibt es zwar zu günstigen Konditionen, doch die Gummifiguren liegen meist bei über 70,- € das Stück.


1998 Footix

 

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Der gallische Hahn musste schon 1984 herhalten. Das Wappentier Frankreichs ist mit dem Fussball im Land fest verbunden. Footix machte da 1998 keine Ausnahme.

 

In Deutschland sind vor allem die kleinen Stofffiguren bekannt. Alles was Gummi enthält wurde nur in Frankreich herausgebracht. Das macht diese Figuren zu teuren Sammelobjekten.

 

Neu und interessant ist eine Footix Kristallfigur, die sogar recht erschwinglich ist.

 

Der in Frankreich sehr beliebte Dreikönigskuchen enthält die berühmten Feves Figuren aus Keramik. Hiervon gibt es einen ganzen Satz Footix-Figuren, der Figuren mit Landesflaggen und Spielstätten enthielt. Diese Figuren sind in Frankreich keine Seltenheit und daher recht günstig zu haben.

 

Footix wurde zudem im offiziellen Werbespot der WM eingebaut.

Plüschfiguren, Quitschfiguren, Gummifiguren, Hohlkörper, Spielpuppen, kleine Schlüsselanhänger, Feves Figuren und eine schöne Kristallfigur. Die Auswahl läßt zumindest kaum Wünsche der Fans offen.

 

Die Figuren erschienen zum Teil in unterschiedlichen Blautönen. Wir vermuten, dass dies länderspezifische Abweichungen sind und einen verkaufsstrategischen Hintergrund haben.


2002 Spheriks

 

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Bei dem Gespräch, wie denn die neuen WM Maskottchen zur WM in Japan und Korea aussehen sollen, wären wir gerne dabei gewesen. Jedenfalls hat irgendwer ganz viel Geld für diese Kreationen bekommen.

 

Die Spheriks sind nicht nur die wahrscheinlich hässlichsten Maskottchen, sie sind auch mit die seltensten. In Deutschland gab es lediglich Stofffiguren mit Anhänger und selbst die bekommt man heute nicht für kleines Geld.

 

Bei den Figuren aus Hartplastik oder Vollgummi geht es meist in den dreistelligen Bereich und man muß lange suchen, bis man fündig wird.

 

Die Speriks begleiteten die WM in Asien mit einer TV-Serie, die danach auf DVD erschienen ist. Das Video hat hohen Unterhaltungswert....definitiv.


2006 Goleo 06

 

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Goleo wurde über die Firma Nicci lizensiert, die kurz zuvor Insolvenz anmelden musste. Dennoch überschütteten sie das Land mit Plüschfiguren in zig Varianten und größen. Von gaaaanz klein bis Lebensgroß kann man Goleo heute noch erwerben. Weitere Lizenzen gingen an Bullyland, die eine Dreierserie Goleo´s aus dem typischen Vollgummi herausbrachte, die im ganzen Land bekannt und sehr erschwinglich ist.

 

Weniger bekannte sind die 12 verschiedenen kleinen Hartplastikfiguren einer Jogurtfirma. Ein Komplettsatz davon ist wohl das Seltenste, was man von der WM 2006 sammeln kann. Diese Figuren sind sehr rar.

 

Schön ist definitiv die große Steingutspardose, die sehr hochwertig daherkommt und sich gut auf dem Schrank macht.

 

Lustig anzusehen, war die erstmalige Vorstellung von Goleo bei Wetten Dass...

Unbedingt anschauen muss man sich aber den südamerikanischen Auftritt Goleos....herrlich.


2010 Zakumi

 

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Zakumi´s Namen ist ein Zusammenführung aus dem internationalen KfZ Kennzeichen für Südafrika "ZA" und dem afrikanischen Wort für die Zahl 10 "kumi". So einfach ist das.

 

Ein Leopard mit grünem Fell und Dauergrinsen.

 

Hergestellt in weltweit identischen größen und fast allesamt aus Stoff. Einige wenige hatten noch einen Gummikopf.

 

Dazu gibt es in anderen Ländern noch Zakumi-Spielzeuge, die sich auf Knopfdruck von z.B. einem Schuh in einen Zakumi verwandelten. Darüber hinaus gab es ein paar Ansteckpins.

 

Keine Gummifiguren, keine aus Hartplastik. Für Sammler eher enttäuschend.

 

Zakumi wurde ebenfalls durch eine eigene TV-Serie promotet.


2014 Fuleco

 

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In Südamerika hat man einfach ein Händchen für gute Maskottchen. Fuleco ist sehr gelungen. Ein fussballspielendes Gürteltier.

 

Acht verschiedene Hartgummispielfiguren, eine große Actionfigur und natürlich die üblichen Stofftiere. Neu war der USB Stick, der erstmalig auch einen Nutzwert mit in die Figur packte.

 

Der weltweite Vertrieb der Figur wurde von Brasilien aus gesteuert. Lizenzvergaben nach z.B. Europa erfolgten nicht.


2018 Zabivaka

("Der einen Treffer erzielt")

 

Maskottchen können Sie die Russen. Das haben sie seit Mischa 1980 mehrfach bewiesen. Der Wolf Zabivaka ist ein gelungenes Maskottchen, das es in vielen Motiven und Formen auf der ganzen Welt zu kaufen ist. 

 

Sein Problem. Es scheint keinen zu interessieren. 

 

Die Figur selbst...Ein Wolf mit Skibrille. Ok. Es gab schon schlechtere



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