Lachen gehört dazu.....

 

In 25 Jahren Ü-Ei erlebt man schon mal was. Es ist ja so, dass Sammler im Allgemeinen viel Stoff für ein lachendes und ein weinendes Auge mitbringen. Hier....gibts ein paar Anekdoten dazu...

Es ist nicht überliefert, wie viele diese Eier noch existieren. Roteikacker schlüpfen ohne brüten. Es kann also sein, dass die meisten Roteikacker noch im Ü-Ei geschlüpft und beim öffnen dann abgehauen sind. Das erklärt, warum die Figur so selten ist. 

 

Ü-Ei-Forschung ist schon was tolles! 

UNIKAT!!!

Dieses Exponat zeigt eine hochseltene Variante von Löffel und Ei. Forscher haben herausgefunden, dass es sich bei dem Ei um das Ei des sehr seltenen Roteikackers handelt. Ein Vogel der nur in Schlumpfhausen vorkommt. 

 

Man muss ja wissen, dass die Schlumpfine die ganzen Eier nicht selber legen konnte. Sie ist ja die einzige Frau dort. Das ist schon ein Knochenjob. 

 

Daher hielten sich die Schlümpfe den gemeinen Roteikacker und züchteten ihn so, dass er irgendwann auch noch blaue Löffel dazu gekackt hat. So muss es gewesen sein. 


Malle-Tao

Sowas passiert, wenn man nach einem Jahr Lockdown und Quarantäne mal übers Wochenende nach Malle fliegt. 

 

Tao ist wohl in der Sonne eingeschlafen und erst aufgewacht, als Google-Earth angerufen hat, weil er im Bild lag. 

 

Letztlich muss man schon ganz schön einen an der Waffel haben, wenn man diese Figur als Rohling anbietet. 

 


Blumenkohl-Kopf

Tja.....was schreibt man hierzu?

 

Dieser eBay-Fund soll ein Schlumpf sein. Ein Papaschlumpf. Nennen wir ihn Blumenkohlpapaschlumpf des Grauens. 

 

Ich habe schon viele selbst gegossene Figuren in meinem Leben gesehen. Der Anbieter behauptete bei dieser hier, dass dies auf keinen Fall eine Fälschung sei. 

 

Ja ne....iss klar! Dieser Schlumpf hat kurz nach dem schlumpfen...äh...schlüpfen einen Gehirnturmor bekommen, der sich blumenkohlartig vermehrt hat. 

 

Keine Doppelnaht...ja. Aber das ist kein Beweis für ein Original. Die Figur wurde in einer Latexform mit offenem Boden gegossen. Genommen wurde dafür eine ganz normaler Papaschlumpf, den man zuvor mit Latexgummi eingetaucht hat. 

 

Nur an den Füssen war die Form offen und wurde nach dem trocknen vom Original abgezogen. 

 

Dann wurde damit gegossen. 

 

Was aber nicht beachtet wurde war, dass das Latex viel zu dünn war. Also verformte das flüssige Resin die Form und schaffte diesen Blumenkohlkopf, während der Rest der Figur normal aussieht. Das Gewicht des Resins hat den Schädel des Schlumpfs ausgedehnt. 

 

Danach wurde dieses einmalige Unikat von einem Vorschulkind bemalt. Zack! Fertig ist das Original.

 

Es gibt in der Tat einen Kochschlumpf der so eine ähnliche Mütze trägt. Vielleicht sollte der hier nachgegossen werden. 


Ü-Ei Werbespots

Ü-Ei Werbespots haben heute Kultstatus und sind gefüllt mit Momenten, in denen man einfach nur mit dem Kopf schütteln will. 

 

Lust auf eine kleine Reise in die Vergangenheit?


Pleitegeier?

Jetzt mal ehrlich! Das ist ja wohl die mieseste Fälschung eines Aufklebers aller Zeiten. 

 

Das hat ja nun mal überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Original. Das Ding sieht aus, wie ein halb verhungerter Geier, oder besser wie das Skelet von einem halb verhungerten Geier. 

 

Jetzt überlege ich tatsächlich, wie das zustande kam. Ich meine, da muss doch jemand da gesessen haben und das nachgemalt haben. Derjenige muss doch dann auch gesehen haben, dass das total kacke aussieht und trotzdem hat er es ausgedruckt und unter die Leute gebracht. 

 

Warum?

Ok...die Happy Hippos haben es 1994 in den Dreikönigskuchen in Frankreich geschaft. 

 

Der Fevessatz dazu ist selten....aber auch furchtbar hässlich. Es sieht aus, als ob die Hippos irgendwie da reingeschmolzen wären. 

 

Dennoch....ne...nix dennoch. Die sind einfach hässlich. 

Der schwarze Ede

Auf einer Börse in Dreieich wurde uns vor Jahren, im Rahmen unserer Prüftätigkeit als Fälschungszentrale, dieses Schätzchen hier vorgelegt. 

 

Es handelt sich offenbar um die als verschollen geglaubte rare Version des "Wer hat Angst vorm schwarzen...Dings..." Ede Wolf. Es sei die Variante mit glänzendem Fell wurde uns mitgeteilt. Ich wusste gar nicht, dass auch einen ohne glänzendes Fell gibt. 

 

Der Prüfer - Peter Baier - war die ganze Zeit am schmunzeln, während er dem Herrn versuchte zu erklären, dass jemand diese Figur selbst angemalt hatte. 

 

Man muss aber zugeben, der Lack ist schon so wie der, welcher für Ü-Ei-Figuren benutzt wurde und wer auch immer das gemacht hat, hat sich richtig Mühe gegeben, jemanden so zu verarschen, dass er mit dem Ding an unseren Prüfstand kam. Vielleicht haben wir ihm Unrecht getan und die seltenste Variante der Welt als Fälschung abgestempelt. Wenn Du das hier liest...Fremder...ich möchte die Figur haben. Bitte melde Dich!

 

 

Ich bin dein Vater...


Das Thema Star Wars war für Ü-Ei-Fans ja schon immer ein Traum. Dieser Traum blieb so lange unerfüllt, dass irgendwer damit begann, die Sache selbst anzupacken. Also ist er morgens aufgestanden, hat sich mit einem Hammer gekämmt und danach diese beiden Kleinode geschaffen, die Mangels Spiegel halt noch irgendwo rumlagen. Man beachte zudem das Replikaschwert links...Hab mich schon immer gefragt, warum es davon überhaupt eine Fälschung gibt. 

Lösegeld

Das Ü-Ei-Serien richtig gute Geschichten erzählen können, beweist dieses Foto eindrucksvoll. Wir haben das im Rahmen eines Fotowettbewerbs vor ungefähr 1000 Jahren bekommen und es hat natürlich gewonnen. 

 

Ich glaube der Gewinner bekam ein Candlelightdinner für Zwei. Eine Dose Ravioli und eine Kerze...

Tja...dumm gelaufen

Was macht man, wenn man die Figur, aber kein Zubehör hat? Echte Hälften ohne Figuren bekommt man nirgends. Einem Fälscher Geld für ein Replikat in den Hals schmeißen? Nein!

 

Man improvisiert...

 

Aus der Rubrik "Bescheuerte Fälschungen" kommt hier der Gewinner des Monats.

 

Man nehme einen Wattebausch und etwas braunes Panzerband. Zack...! Bäm! Hat man einen tollen Schlumpf mit einem seltenen Bemalungsfehler an der Mützenspitze verhunzt. Herzlichen Glückwunsch! Da hätte ich dem Schlumpf lieber die Haut abgezogen und ein schönes blaues Kissen draus gemacht. 


Die Figurenprüfung

Folgender Text stammt aus dem Buch "Aus dem Ei geschlüpft" und hat sich...naja...in etwa so zugetragen

Mein Freund Jürgen, der eine kleine Ü-Ei-Börse organisiert, bat mich darum als Fälschungsexperten für eine Stunde auf seiner Börse Figuren zu prüfen. Ich kam gegen 10 Uhr dort an und baute meine Sachen auf, als er schon um die Ecke kam und mich fröhlich angrinste.

 

"Supi, du hast den Prüftisch schon gefunden. Am besten du sitzt hier und wenn die Leute dann kommen, prüfst du die Figuren auf Echtheit. Aber bitte, immer freundlich sein. Wenn was Teures als gefälscht feststeht, können die Leute richtige schlechte Laune kriegen. Da darf man nichts falsches sagen."

"Alles klar.“ Sagte ich „Ich gebe mein Bestes."

Es dauerte keine zwei Minuten da kam die erste Kundschaft. Ich lächelte schon mal vorsorglich mein mein fürsorglichstes Lächeln.

"Ey, kannst du mir mal einen Muckl prüfen?"

"Klar gib her!"

Ich nehme den Schirm in die Hand, drehe ihn um und sehe, dass der Abrisspunkt an der Seite fehlt. Unter UV-Licht bleibt der Schrim dunkel, die Streben sind kerzengerade.

"Der ist leider falsch. Tut mir leid." Ich lege die Teile in seine Hand zurück.

Seine Augen öffnen und schließen sich mehrmals. Stille. Ich gucke ihn an.

"Hast Du noch etwas zum prüfen?"

"Das ist jetzt komisch." sagt er. "Der muss eigentlich echt sein."

"Nö, isser aber nicht."

"Ja aber ich weiß, wo ich ihn her habe."

"Aha. Das macht ihn aber nicht echter in meinen Augen." freundlich bleiben, hatte Jürgen gesagt.

"Kannst Du nicht nochmal nachsehen."

"Gerne."

UV-Licht dunkel. Abriss an der Seite fehlt, Streben sind immer noch gerade.

Ist eine Fälschung."

"Ja aber ich weiß wo ich ihn her habe."

"Meinst Du, wenn du mir jetzt noch 10x erzählst, dass Du weißt, wo du ihn her hast, dann verbiegen sich aus lauter Frust die Streben und er fängt zu leuchten an?"

"Der hat gesagt, ist original. Ich weiß wo ich den her habe."

"Warum lässt Du ihn dann nicht von ihm prüfen. Du scheinst zufriedener mit seiner Auskunft zu sein."

"Na, ich glaub der hat gar keine Ahnung von Figuren."

"Aha"

"Oh Mann, ich wollte den hier heute verkaufen. Kannste nicht noch mal genauer gucken?"

"Jetzt wo Du es sagst. Ich hab bei den ersten zwei Versuchen überhaupt nicht genau hingesehen. Ich prüf ihn am besten nochmal.....Abriss fehlt. Leuchtet nicht unter UV-Licht. Streben sind gerade. Ist falsch."

"Aber ich weiß, wo ich den her habe."

"Hängt hier irgendwo ne Kamera?"

"Hä? Was für ne Kamera?"

"Schon gut. Was genau verstehst Du an dem Satz - Der ist falsch - nicht?"

"Weil ich weiß, wo ich den her habe."

"Ok...anders. Woher hast Du ihn?"

"Ne Onlineauktion war das und der hat ja geschrieben, dass die Figur original ist."

"Ach die Figur....? Ja, die ist original. Da hat er recht."

"Ja prima. Wieviel krieg ich dafür?"

"40 Euro"

"Wieso nur so wenig, ich hab 150 Euro bezahlt."

"Weil der Schirm falsch ist, bekommst du nur 40 Euro für die Figur – ohne den Schirm."

"Aber der hat doch geschrieben, die Figur ist echt."

"Die Figur ist ja auch echt."

"Ja und?"

"Und was?" freundlich bleiben....

"Die wird ja nicht mit einer Fälschung ins Ei gesteckt, oder?" sagt er.

"Das ist richtig."

"Ich hab das Ei doch hier!"

Er kramt eine Kapsel aus der Jacke und öffnet sie. Ein Pumuckl BPZ ist darin zu sehen.

"Zeig mal."

"Sowas wäre ja Betrug, wenn Ferrero das gemacht hätte.“ sagte er.

"Ja, wenn sie sowas gemacht hätten, wäre das Betrug."

Ich drehe die Kapsel. Der Zettel fällt in meine Hand. Ich gucke ihn an.

"Meinst Du, die Druckerei, die 1985 diese Zettel gemacht hat, hat die fertigen BPZ dann an Ferrero gefaxt, damit die den dann mit der Schere ausschneiden und ins Ei stecken?

Er blinzelt zweimal mit den Augen. Inzwischen weiß ich, dass das bedeutet, dass er denkt. Freundlich bleiben!

Ne, wieso?“

"Weil dieser BPZ auf altem Faxpapier gedruckt ist. Übrigens genau so, wie sie früher auch gefälscht wurden. Außerdem steht auf der Kapsel Ferrero 1989. Wenn Sie sich also nicht selber mit dieser Kennung tätowiert hat, um vor dir jünger zu wirken, dann ist es die falsche Kapsel für den Pumuckl.

"Na toll und was krieg ich jetzt dafür?"

"42 Euro!"

"Wieso jetzt 42?"

"40 Euro die Figur und 2 Euro für die Kapsel."

"Und der Zettel?"

"Ich weiß nicht genau, wie hoch der Kurs für buntkopiertes Faxpapier zur Zeit ist."

"Aber ich weiß, wo ich den her habe."

"Ja, und ich weiß, wo Du jetzt hingehst? Da lang und nicht mehr an meinen Tisch zurück."

"Arschloch."

 

"Vollpfosten!"

Die Idee......genial

Also vor manchen Fälschern muss man echt den Hut ziehen. 

 

Wie kriminell hochbegabt muss man den sein, um nicht nur so eine Idee zu haben, sondern die auch noch durchzuziehen?

 

Eine Bauanleitung für den Stelzenschlumpf. Chapeau!

 

Erstmal muss hier jemand unglaublich gut malen können, denn dieses Motiv gibt es nirgends. Und dann...der feste Glaube, dass es genug Idioten gibt, die Morgens aufstehen, sich an den PC setzen, das Ding hier auf eBay finden und kaufen. Ich meine....Jeder Depp weiß doch, dass es diese BAL nicht gab und schon gar nicht taucht die Erste davon 30 Jahre später wie aus dem Nichts auf. Da muss man doch mal Fragen stellen, bevor man da zuschlägt. Jemand der sowas kauft, würde sicher auch die Chance beim Kniffel streichen.

 

Ich geh dann mal Bauanleitungen für die Dribble Boys malen. 

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